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Dr. Sebastian Leinert:

Grass-Wurzel-Systeme: “auf einer gesunden Wiese wachsen viele Pflanzen.”

Weltweit gibt es zwischen 5-6000 komplementäre Regional Gutschein Systeme.

In Deutschland funktionieren 55 – Schwerpunkt im Süden und Westen und Sachsen. (Stand Juni 2016)

Das älteste wurde 1905 gegründet – der Bethel-Euro (vorher Bethel-Mark)

Alle wichtigen Kräfte einbinden: Bürgermeister, Gemeinde, Wirtschaft, IHK, Politik, Gesellschaft, Kirchen

Was ist eine Regionales Gutscheinsystem?

Ein zwischen Verbrauchern – Anbietern und Vereinen – demokratisch – vereinbartes Medium – das innerhalb einer Region als Austausch- Investitions und/oder Schenkuns-mittel verwendet wird.

Die wichtigsten Zielsetzungen sind:

  • Crash von Euro und Dollar ist nicht auszuschließen
    • es stehen 25 Systeme stehen bereit – damit man in kurzer Zeit auf etwas zurück greifen kann und nicht erst mühsam aufbauen muss – weil im schlimmsten Fall denkt jeder “rette sich wer kann”
  • Stärkung der kleinen und mittleren Unternehmen vor Ort
    • können uns nicht auf die großen Ketten verlassen (Stunde Null)
    • kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind Job- und Innovations-Motoren
    • Einzelhandel (vor Ort) vs internationaler Welthandel/OnlineHandel (ohne Filialen nur mit Lager irgendwo mit Lagermittarbeiter die auch noch schlecht bezahlt werden), dann können wir uns irgendwann als Bonaden sehen die von irgendwoher versorgt werden
  • Erhaltung lokaler Arbeitsplätze
  • ethisch vertretbares Wirtschaften
  • ökologisch tragfähiges Wirtschaften
  • das halten der Kaufkraft in der Region
  • Vermeidung von Transporten und damit klimaschädlichen Gasen
  • Bezug zum Produzenten wieder herstellen
  • solidarisches Handeln

Merkmale:

  • lokale und regionale Bindung – Gemeinschaften die man sehen kann – mit denen man etwas bewegen kann
  • Es ist kein Zahlungsmittel – es ist eine Ergänzung – komplementär zum Euro
  • es werden vergleichsweise Geringe Umsätze getätigt
  • steht in Konkurrenz zu einer Reihe anderer Zahlungsmedien

Nicht wahrgenommene Funktionen:

Es werden nicht alle Geld-Funktionen wahr genommen, nur die alltäglichen:

  • weniger Wert-Aufbewahrungs-funktion
  • gar nicht wahrgenommen: Machtausübungs-funktion
  • Spekulation

Viele trauen sich nicht…

…etwas umzusetzen – zu realisieren – lieber nicht einen unbefriedigten Versuch machen – in dem man Leute verbrennt und die Umgebung – sondern abwarten bis die Verhältnisse günstiger werden.

Ich denke auch – nicht überall kann ein Regional-Geld funktionieren – ich denke dort wo noch kleine Betriebe und regionale Wirtschaftsstrukturen existieren wird es besser funktionieren – wo alles schon Monopolisiert ist – eher nicht.

Auch spielt das Vertrauen natürlich eine große Rolle – und das Vertrauen ist größer wenn es von Gemeinden / Bürgermeister / Stadtrat unterstützt und nicht bekämpft wird.

Ich meine auch – dass es besser funktionieren wird in wirtschaftlich angeschlagenen Regionen – nicht in den Regionen – wo der Euro im Überfluss vorhanden zu sein scheint und das Bewusstsein zur Schaffung von komplementär Währungen damit nicht vorhanden ist.

Der Crash ist nicht die Lösung – aber er ermöglicht Menschen (hoffentlich rechtzeitig) umzudenken / sich anzupassen.

Systeme in Entwicklung:

https://www.facebook.com/Heidelthaler/

Größte Probleme/Hürden – warum Systeme Erfolg haben oder scheitern:

Viele fangen idealistisch an – 70% geben auf – besser als sich wie der Aal im Salz tot zu laufen.

  • Es muss Herz und Feuer in der Sache sein – man muss die Menschen mitnehmen können – es sind ja nicht nur Geldabläufe sondern es sind zwischen-menschliche Beziehungen – zum Guten oder zum Schlechten
  • tatkräftige Hand
  • Umfeld reagiert feindlich oder sieht keine Notwendigkeit. (Regionen denen es noch “gut geht”)
  • vergessen alle wichtigen Kräfte ein zu binden: (klein) Unternehmer vor Ort, Bürgermeister und Kommunen/Gemeinden, Wirtschaft, IHK, Politik, Gesellschaft, Kirchen
  • klare wirtschaftliche Zielsetzung fehlt – Business-Plan?
    • Einstieg muss sehr gut durchdacht sein
    • Es muss von Anfang an ein Erfolg sein – es gibt keine Entschuldigung wenn etwas nicht funktioniert hat – hat man irgendwas falsch gemacht.
    • Organisation und Management sind ausschlaggebend – nicht der gute Wille
    • Minimum an Professionalisierung unabdingbar – nur mit Idealismus und Freizeit wird es nicht gehen.
  • Halten und Gewinnen von Kunden
    • aufwändig, schwierig, super Marketing/Werbung wichtig aber – ehrlich bleiben.
  • Schwierigkeiten im Team
    • Ohne Soziale Kompetenz ist keine Kooperation möglich
    • Unehrlichkeit / Intransparent / Mangel an sozialer Kompetenz (Kommunikation) der Zentrale/Führung
    • aus eigener Erfahrung: Es geht nicht – dass jemand eine kostenlose (!) Online-Plattform wie den Talent-Tausch-Ring kostenpflichtig – weiterverkauft. Mit monatlichen Gebühren sowohl in Talenten (5) also auch in Euro – und noch dazu – alle paar Tage die AGBs so ändert – dass Sie ihm – dem selbst ernannten Chef-Promoter in den Kram passen und seine Rente aufbessert. Das ist assozial und undemokratisch – er denkt in Profit und hat den eigentlich Sinn eines Regional-Gutschein-Systems nicht verstanden.
    • Hohe berufliche Belastung im Team
    • Kein Deutsches Unternehmen welches effektiv auf diesem Gebiet tätig wäre
      • EU-Fonds für regionale Entwicklung gehen fast komplett an holländische Unternehmer – die Gelder gehen an Deutschland vorbei
        • Selbstblockade, sind im vielen wie Gulliver durch unsere Gedanken und Vorstellungen, selbst-gebunden
        • Holländer sind in vielem schneller – vor 350 Jahren hat ein Holländer den ersten Investmendfond gegründet
        • es gibt scheinbar 4 große Systeme aus Holland mit 5 Millionen Nutzer auf 4 Kontinenten und 1800 Komunen – in Deutschland null beispiel: Quoin http://www.qoin.com/

“Globalgeld (Euro/USD) ist ein egozentrisches Geld, Regionalgeld ist Gemeinwohl Geld”

“Wir befinden uns in einem permanenten Wirtschaftskrieg”

Manfred Mensch Mayer (http://www.hallertauer-regional.de/)

Regionalgeld beschäftigt sich im Prinzip mit der Erfüllung von Grundbedürfnissen – Wohnen – Essen – Arbeit.

Stadt Marketing Systeme

Sind die Notwährungen in Not-Zeiten.

http://www.stadtmarketingpreis.de/index.html -> Bamberger

Buch von Dr. Sebastian Leinert:

https://www.bod.de/buchshop/regionale-komplementaerwaehrungen-in-deutschland-sebastian-leinert-9783842360686

Inhaltsverzeichnis: Regionale Komplementärwährungen in Deutschland – Stand und Entwicklungsmöglichkeiten – Kurzvorstellung.pdf

Käuflich erwerbbar nicht NUR bei Amazon: https://www.bod.de/buchshop/regionale-komplementaerwaehrungen-in-deutschland-sebastian-leinert-9783842360686

1931

Mussten viele Systeme aufgegeben werden – man hat 4.7 Jahre mit dem System gekämpft.

Es ist der Reichsbank und den Geschäftsbanken in tatkräftigem Zusammenwirken mit der NSDAP (Hitler’s Partei) gelungen – diese tollen Ansätze nicht nur zu schließen – sondern aus dem kollektiven Bewusstsein zu tilgen.

Weder die Sozial- noch die Finanz-Wissenschaften haben sich bemüht dieses versunkene Wissen wieder an die Oberfläche zu bringen.

Es gibt wenig Lehrstühle in der Schweiz, Österreich, GB und USA die sich mit diesen Fragen befassen.

Dokumente zur aktuellen Geldschöpfungspraxis von Banken:

Uebersetzung offener Brief Schemmann FASB IASB 17.7.2013.pdf

Michael Kumhof, IMF show how banks create money out of nothinghttps://www.youtube.com/watch?v=uCyQUkPizIY

Welche Partei adressiert dieses zentrale Problem?

… welches ausserhalb des Bewusstseins von 90% der Menschheit anonym – geheim vor sich hin regiert?

Leider so gut wie keine der bekannten Parteien.

Diese Partei evtl? http://humanwirtschaftspartei.de/
http://humanwirtschaftspartei.de/event/immerknapper/ – Immer knapper – immer teurer: Wird Wohnen zum Luxusgut ?

Links und Videos:

http://www.hallertauer-regional.de/

http://www.qoin.com/videos/how-local-currencies-give-value-for-money-simon-woolf-at-tedxbrixton/

http://acrosslets.org/en/links.html

https://regionetzwerk.blogspot.com/

http://humanwirtschaftspartei.de/studie-regionale-komplementaerwaehrungen-in-deutschland/

http://timebanks.org/

https://www.thelocal.ch/20170515/swiss-canton-launches-new-local-currency

http://monneta.org/

http://www.transition-town-frankfurt.de/

Beispiele: Regional Währungen und Stadtmarketing

Chiemgauer – http://www.regios.eu/

http://www.elbtaler.de

http://www.darmstadt.der-regio.de/cms/website.php?id=2/aktuelles/nachrichten.html

http://www.stadtmarketingpreis.de/index.html -> Bamberger

Bethel-Euro/Mark

Die Währung, bei der es sich streng genommen um Warengutscheine für einige wenige Geschäfte handelt, wird von der örtlichen Sparkasse Bielefeld ausgegeben. Für 100,- Euro erhält man dabei 105,- Bethel-Euro. Beim Einkauf gilt dagegen 1,- Euro gleich 1,- Bethel-Euro. Schätzungsweise zehn bis 15 Prozent des Geldverkehrs in den Betheler Geschäften wird mit Bethel-Geld bestritten.[2]

Die Geldscheine werden in den sieben Werten 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Euro sowie 50 Cent ausgegeben, Münzen gibt es nicht. Die Scheine weisen drei verschiedene Größen und sieben Farbtöne auf. Sie sind mit markanten oder geschichtsträchtigen Gebäuden aus Bethel verziert, zum Beispiel Sarepta, Gilead, die Bethel-Pforte oder die Mamre-Patmos-Schule. Insgesamt sind etwa 100.000 Bethel-Euro-Scheine im Gesamtwert von knapp einer Million Euro im Umlauf.[1]

Die Einführung des Bethel-Geldes am 1. September 1908 sollte dazu führen, dass das Geld in der eigenen Einrichtung und nicht in fremden Geschäften ausgegeben wird. Während der Inflation 1923 musste das Bethelgeld stetig auf dünnem Papier nachgedruckt werden. Am 15. November 1923 wurde der nominal höchste Schein für Waren im Wert von 500 Milliarden Mark ausgegeben.[3] 1948 wurde das Bethel-Geld aus dem Verkehr gezogen und konnte im Verhältnis Zehn zu Eins in D-Mark eingetauscht werden. Ab dem 1. Januar 1955 wurde die Währung erneut ausgegeben. Zwei Monate nach der Euro-Umstellung wurde am 1. März 2002 auch die Bethel-Mark vom Bethel-Euro abgelöst.[2]

Weblinks

http://www.bethel.de/startseite.html