2017: “Das Geschäft mit Bankenrettungen”

“Das Transnational Institute(Amsterdam) beziffert die Kosten auf mindestens 747 Milliarden Euro und kritisiert, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für ihre früheren Fehler noch belohnt werden

”Das Geschäft mit Bankenrettungen” In einer aktuellen Analyse beziffert das “Transnational Institute” die Kosten der angeblich “alternativlosen” Bankenrettung auf mindestens 747 Milliarden Euro, die die europäischen Steuerzahler meist durch Erhöhung von Staatsschulden und mit jährlich immer neuen Zinszahlungen bestreiten mußten. Dazu kommen noch über 1,2 Billionen für Bürgschaften und Garantien.

Read More » https://www.heise.de/tp/features/Das-Geschaeft-mit-Bankenrettungen-3633767.html

22. Juni 2017:

  • Die Bayerische Landesbank zahlt die letzte der von der EU geforderten Milliarden an den Freistaat zurück.
  • Die fünf Milliarden Euro waren bis spätestens 2019 fällig. Sogar die Opposition lobt die Arbeit der Bank, die nun schon früher das Ziel erreicht.
  • Ohne Hilfe des Landes Bayern wäre die Landesbank 2008 kollabiert.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/finanzen-schlussstrich-unter-die-bankenkrise-um-die-bayern-lb-1.3553916

Landesbank Bayern und Hypo Alpe Adria: “2007 übernahm die Bayern-LB das Institut aus Kärnten” (Hypo Group Alpe Adria (HGAA)) “das sich bald als Milliardengrab entpuppte, weil sich viele faule Kredite in ihren Büchern befanden.

3,7 Milliarden Euro verlor die Bayern-LB, bis sie die marode Bank an den österreichischen Staat zurückgab.”

“Bankchef war damals Werner Schmidt, mit ihm sind sechs weitere Führungskräfte begeklagt, unter ihnen der spätere Chef Michael Kemmer. Einer von ihnen, Theo Harnischmacher, ist inzwischen verstorben.”

“Die Übernahme aus dem Jahr 2007 hatte sich bald als Milliardengrab entpuppt, die BayernLB verklagte den Vorstand auf 200 Millionen Euro.”

“Der Vorschlag des Gerichts sieht so aus, dass die Managerhaftpflichtversicherungen, die die BayernLB abgeschlossen hatte, 60 bis 70 Millionen Euro zahlen und die Vorstände zusammen sieben bis zehn Millionen Euro.

Sie sollen auf die Hälfte dessen verzichten, was ihnen an Gehalt und Altersbezügen zusteht.

Die Bayern-LB fror 2010 alle Zahlungen ein.

Bei Ex-Chef Werner Schmidt beläuft sich dies laut der Richterin inzwischen auf drei Millionen Euro.

Er müsste demnach mit 1,5 Millionen Euro haften.

Im 2014 abgeschlossenen Strafprozess wurde Schmidt zu 18 Monaten Bewährungsstrafe und zur Zahlung von 100 000 Euro verurteilt, die anderen Vorstände kamen mit Vergleichssummen zwischen 5000 und 20 000 Euro davon.”

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bayern-lb-hypo-alpe-adria-ex-vorstaende-1.4341208

Ex-BayernLB-Chef Werner Schmidt bestach Jörg Haider

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Schmidt_(Manager)

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/gestaendnis-im-hypo-alpe-prozess-ex-bayernlb-chef-bestach-joerg-haider/10894072.html

“Der ehemalige Chef der BayernLB, Werner Schmidt, der im Oktober 2014 im Zusammenhang mit dem Verkauf der Hypo Alpe Adria zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt wurde, hatte im Prozess eingestanden, Jörg Haider bestochen zu haben.

Es sei um 2,5 Millionen Euro für Fußball-Sponsoring in Kärnten rund um das Fußballstadion in Klagenfurt gegangen.[98]

“Jörg Haider (* 26. Jänner 1950 in Goisern, Oberösterreich; † 11. Oktober 2008 in Lambichl, Gemeinde Köttmannsdorf, Kärnten) war ein österreichischer Politiker des sogenannten dritten Lagers.

Haider war zwischen 1971 und 1975 Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend und von 1986 bis 2000 Vorsitzender der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ).

Im April 2005 spalteten sich unter seiner Federführung zahlreiche Funktionäre von der FPÖ ab und gründeten die Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ).

Er war von 1989 bis 1991 sowie von 1999 bis zu seinem Tod Landeshauptmann von Kärnten.[1]

Quelle: Wikipedia

Tödliches Ende:

In der Nacht zum 11. Oktober 2008 kam Haider in Lambichl im Südwesten der Landeshauptstadt Klagenfurt (Lage) auf der Loiblpass-Straße bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Nach dem Besuch mehrerer Veranstaltungen und Gaststätten hatte sich Haider, stark alkoholisiert (1,8 ‰ Blutalkoholkonzentration), allein auf den Weg zu seinem Haus im Bärental gemacht. Nach Angaben des Leiters der Staatsanwaltschaft Klagenfurt fuhr Haider bei Nebel mit stark überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Dienstwagen VW Phaeton. In einer 70-km/h-Zone kam er bei der kleinen Ortschaft Lambichl, knapp nach Klagenfurt, nach einem Überholvorgang um 1:15 Uhr nachts von der Straße ab. Sein Wagen zerschellte an einer Garteneinfassung. Nach den von VW-Technikern ausgelesenen Informationen des Steuergeräts, in dem die letzten 30 Sekunden der Fahrt gespeichert waren, hatte die zuletzt gemessene Geschwindigkeit bei 142 km/h gelegen.[21]

Haider erlitt bei dem Unfall mehrere lebensgefährliche Verletzungen und verstarb auf dem Weg in das Klinikum Klagenfurt[22][23][24][25]. Am 14. April 2009 gab die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bekannt, dass das Ermittlungsverfahren zum tödlichen Verkehrsunfall offiziell eingestellt wurde.

Vor dem Morgen des 17. März 2016 “haben Unbekannte ihrem Ärger über den Heta-Krimi Luft gemacht”. Ein aus zwei weißen Stoffbahnen genähtes etwa 10 m langes Banner mit dem aufgesprühten Text: „Danke Jörg! Ewig in deiner Schuld!“

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ce/Hypo_Plakat.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ce/Hypo_Plakat.jpg

prangte um 06 Uhr 30 am Gebäude der Heta-Bank, zuvor Hypo Alpe Adria, und wurde um 8 Uhr von Haustechnikern entfernt. Die Danksagung war in etwa 15 m Höhe an dem gut bekletterbaren Lichtblendengitter vor der straßenseitigen Fassade montiert.[99]”

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Haider

https://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Haider

Haiders Geldvernichtungsmaschine

Von Renate Graber, Elisabeth Steiner (Der Standard). Aktualisiert am 14.12.2009 16 Kommentare

Die österreichische Hypo-Alpe-Adria-Bank wird verstaatlicht.

Sie war das Instrument, mit dem Jörg Haider und seine Erben das Kärntner Wählervolk bei Laune hielten.

Das ging gehörig schief.

Die Bank als Wahlkampfinstrument: Hauptsitz der Hypo-Alpe-Adria-Bank in Klagenfurt (links) und Jörg Haider.

Die Bank als Wahlkampfinstrument:

Hauptsitz der Hypo-Alpe-Adria-Bank in Klagenfurt (links) und Jörg Haider.
Bild: /Reuters/Keystone

Als Jörg Haider nach seiner blamablen Abwahl 1999 auf den Sessel des Landeshauptmanns von Kärnten zurückkehrte und wenig später gar Koalitionspartner Wolfgang Schüssels in der Bundesregierung in Wien wurde, schwor er selbstbewusst: «Am Kärntner Wesen wird diese Republik genesen.» Inzwischen ist Haider tot und sein Modell Kärnten hat sich als finanzielles Desaster erwiesen – wie die vermeintliche Erfolgsgeschichte der Hypo-Alpe-Adria-Bank, die der FPÖ-Mann für seine Event- und Prestigepolitik ausnutzte, und die nun verstaatlicht werden musste.

Kärnten steht heute als «Schuldenkaiser» unter den österreichischen Bundesländern da.

Im nächsten Jahr werden die Schulden auf eine Rekordhöhe von 2,5 Milliarden Euro klettern.

Bis 2014 werden diese gar auf 3,7 Mrd. Euro explodieren und damit das Budgetvolumen weit übersteigen.

Auch die Pro-Kopf-Verschuldung von derzeit 3902 Euro wird sich bis 2014 mit 6643 Euro nahezu verdoppeln.

Das Familiensilber ist schon weg

Das wiegt umso schwerer, als Kärnten sein Familiensilber bis auf die 500 Millionen Euro aus dem Hypo-Anteilsverkauf an die Bayerische Landesbank und den verbliebenen Minderheitsanteilen am Stromversorger Kelag völlig verplempert hat: teils zur Schuldenabdeckung, teils um Haiders generöse Wahlzückerlein, wahlweise unterstützt von SPÖ und ÖVP, zu finanzieren.

So wurden etwa Kinderscheck, Geburten- und Müttergeld, Pendlergeld und Billigdiesel verteilt sowie Heizzuschüsse und ein Teuerungsausgleich gewährt.

Auch Haiders Erben schöpfen weiter aus den geleerten Kassen und legen noch einen Jugend-Tausender drauf.

Geändert hat das an der sozialen Misere in Kärnten nichts.

76’000 Menschen in Kärnten sind akut armutsgefährdet – der zweithöchste Negativrekord Österreichs.

Wahnwitziges Wachstum

Um den permanente Geldhunger zu stillen und das marode Landesbudget immer wieder neu aufzufüllen, trieb man die Hypo-Alpe-Adria-Bank in ein wahnwitziges Wachstum vor allem auf dem Balkan.

Das rächt sich jetzt.

Aber auch die Geschäftsverbindung mit der Kärntner Krankenanstaltsbetriebsgesellschaft (Kabeg) belastet die Hypo.

Die Kabeg wies Ende des Vorjahres ein negatives Eigenkapital von rund 121 Millionen Euro aus, die Verbindlichkeiten der landeseigenen Gesellschaft betrugen 1,6 Milliarden – davon entfielen rund 996 Millionen auf Anleihenfinanzierungen, die über die Hypo-Alpe-Adria-Bank liefen.

Die Forderungen der Kabeg gegenüber dem (finanzschwachen) Land Kärnten stehen mit rund 900 Millionen Euro in den Büchern.

Die Frage der Bonität des Schuldners beschäftigt interessierte Beobachter nun brennend.

Drei Euro für eine ganze Bank

Doch vorerst ist eines Tatsache: Nach 13 Stunden Verhandlungen geht die Kärntner Krisenbank vollständig an die Republik Österreich.

Sie wird für drei symbolische Euro verstaatlicht.

Ein Euro bekommt die BayernLB für ihre 67 Prozent an der Hypo Alpe Adria.

Ebenfalls je einen Euro bekommen die Grazer Wechselseitige Versicherung und das Land Kärnten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 14.12.2009, 15:54 Uhr

Aus dem Archiv: https://web.archive.org/web/20100808135616/https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Haiders-Geldvernichtungsmaschine/story/11747127

Youtube: CNN 2000

Einzige Alternative, welche nicht in Waffen-Firmen investiert:

GLS Bank: https://www.gls.de/

Triodos Bank: https://www.triodos.com

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *