Organisations

“Hinter jedem System stehen Menschen.”

… und ALLE sind vom (privatisierten) Geldsystem abhängig.

“Behind every System are people.”

… and EVERYONE is dependant on the (largely privatized) monetary system.

scroll down to the orange text for an English translation. 🙂

Michael Krons im Gespräch mit Rainer Voss.

Da ich Software-Projekte entwickelt habe kann ich aus dieser Perspektive etwas zu dem sagen was Banker Voss sagt:

  1. “Hinter jedem System stehen Menschen”
    1. Es ist kein “anonymes” Finanzsystem – sondern es gibt konkrete Akteure mit Namen und Wohnort.
    2. kein Mensch ist perfekt – also wird kein System perfekt sein – es muss also eine ständige Weiterentwicklung stattfinden… aber WIE? (s.h. Punkt 2.)
  2. “Die Politiker machen nix” stimmt nicht. “Das sind ja schlaue Leute” “Die Komplexität und Vernetzung des Systems ist so Groß – dass wenn Sie (an einer Stelle) etwas gesetzgeberisch machen – wissen Sie nicht wie es sich (an einer anderen Stelle) auswirkt” Ein so genanntes: “Tail-Risk”
    1. d.h. das System ist sehr komplex / evtl. zu komplex (Lehmann waren 7000 Gesellschaften in 40 Ländern) – Vereinfachung wäre DRINGEND nötig (wenn man etwas vereinfachen kann – vereinfachen – es lohnt sich langfristig) um die Wahrscheinlichkeit der Beherrschbarkeit des ganzen Systems zu verbessern.
    2. In der Software-Entwicklung ist das Problem ähnlich:
      1. Apl. Prof. Dr. Niko Peach: “Geld ist wie Software”
      2. mit jedem neuen “Use-Case” wird das Programm/das System komplexer und man hat das gleiche Problem: Kleine Änderung an einer Stelle wirkt sich evtl. fatal auf andere Teile des Programmes aus. (manche Use-Cases/Funktionen des Programms funktionieren nicht mehr(richtig))
      3. Mittel der Wahl: Test-Dokumentation, Test-Fälle definieren, bei jeder Änderung alle Tests (möglichst automatisiert) nochmal machen. In der Software Entwicklung nennt man das: Test-Driven Development.
      4. Darüber hinaus KANN ES EINFACH NICHT SEIN, dass jemand der gesellschaftlich gesehen SINNVOLLE Arbeit verrichtet (Arzt, Kranek/Altenpfleger, Tischler, Ingenieur (so lange er nachhaltige Technologien entwickelt) SCHLECHTER bezahlt/belohnt/entlohnt wird als jemand der in einer “Zockerbude” wie der Deutschen Bank sitzt und den ganzen Tag Kurse an starrt und Knöpfchen drückt.
  3. Banken sind nicht kleiner geworden. Der nächste Crash wird noch schlimmer – dagegen sieht ein Stromausfall wie ein Kindergarten aus – Bürgerkriegsähnliche Zustände.
  4. “Ihr lasst alle Leute hängen – aber wenn es um die Banken geht – dann ist plötzlich Geld da”
    1. Gerechtigkeitsdenken der Bürger extrem verletzt – fördert den Rechtspopulismus (er ist nicht der einzige der das so sieht, angeblich laut IFO Institut nach jeder Finanzkrise profitieren vor allem die Rechts-Populisten)

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/michael-krons-im-gespraech-mit-rainer-voss-a-330362.html

English:

Michael Krons in conversation with Rainer Voss.

Since I have developed Software projects, I can say from this perspective, something to what bankers Voss says:

  1. “Behind every System are people”
    1. It is more of a “cult” or a “sekt” or a “tribe” – they will let you test-work 3 days and nights straight to check if you are 100% obediant.
    2. It feels great to be part of the financial elite – you not only get rewarded with money – but you also have the feeling you are a clever guy and doing something “right”. If you fly first class to Los Angeles and sit next to famous people – you really start to believe you are the “chosen one”.
    3. It is not an “anonymous” financial system – there are concrete actors with names and places of address.
    4. nobody is perfect, so no man-made system is perfect, so there must be a continuous development… but HOW? (see point 2. 3. and 4.)
  2. “Politicians do nothing” – not true. “They are smart people” “The complexity and interconnected-ness of the system is so massive that if you change a little thing here by legislation – you don’t know how if turns out bad in other parts of the “financial programm”.
    1. ” Bankers call it: “Tail-Risk
  3. this means that the financial system is possibly too complex (the bank Lehmann Brothers consisted of 7000 companies in 40 countries) – simplification would be urgently needed (if you can simplify – simplify! – it pays off in the long run) to improve controllability of the whole system. (this is EXACTLY what software developers SHOULD do and also not always do, because they “think” they are god and can handle infinite complex source code… WRONG! nobody is god – nobody is perfect.)
  4. In Software development, the Problem is similar:
    1. Apl. Prof. Dr. Niko Peach: “money is like Software”
    2. with each new “Use-Case” the program/system becomes more complex and you have the same Problem: small change at one point may have a fatal effect on other parts of the program. (some Use-Cases / functions of the program no longer work(correctly))
    3. Means of choice: Test documentation, define test cases, after every change you make – re-run all tests-cases (if possible automated).
    4. In Software development, this is called: Test-Driven Development.
  5. Banks have not become smaller. The next crash will be worse than 2008 and a power outage will look like Kindergarten compared to the failure of a major bank like the Bank of America – it could mean civil war-like unrest.
  6. People are angry: “Politicians keep telling people there is no money for schools and hospitals – but when it comes to rescue banks – suddenly money is there”.
    1. This is extreme unjust:  Add migration and people will vote for Hitler style right-wing populism.
    2. according to IFO institute after a financial crisis – people started to vote for extreme-left and extreme-right, but the major profiteers of financial crisis are the extreme-right parties.

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/michael-krons-im-gespraech-mit-rainer-voss-a-330362.html

thanks for your attention and scrolling 🙂

Tweets:

Neues Diskussionspapier Deutsche Bundesbank 2018.09.26:

“Nicht-technische Zusammenfassung:

Fragestellung: Finanzkrisen gehen häufig aus dem Finanzsystem selbst hervor und weisen in vielen Fallen Zuge von sich selbst erfüllenden Erwartungen auf.

Wie beeinflusst die Wahrscheinlichkeit von Schocks, die aus dem Finanzsystem kommen, die Vermögenspreise und die Struktur des Bankensektors?

Welche Effizienzeigenschaften weisen Volkswirtschaften auf, wenn ihr Finanzsystem anfällig für solche Schocks ist?

Beitrag:

Wir untersuchen Wettbewerbsökonomien, in denen Banken ihren Kunden Einlagenverträge zur Versicherung ihrer Liquiditätsrisiken anbieten.

Wegen eines möglichen Koordinationsversagens, das durch ein “Sunspot”-Ereignis ausgelost wird, sind die Banken anfällig für Bank-Runs.

Im Vergleich zum Bankenmodell von Diamond und Dybvig (1983) können Banken in unserem Beitrag ihre Anlagen auf einem sekundären Interbankenmarkt handeln.

Die Einführung dieses Marktes verändert sowohl die Art der Gleichgewichte als auch deren Effizienzeigenschaften.

Ergebnisse:
Außer wenn ein “Sunspot”-Ereignis sehr wahrscheinlich ist, existieren Gleichgewichte, in denen kein Bank Run auftritt und die optimale Allokation erreicht wird.

Zudem stellen die Vermögensmärkte eine neue Ursache für multiple Gleichgewichte dar.

Diese Multiplizität entsteht dadurch, dass Erwartungen über die Vermögenspreise die Portfolioentscheidungen von Banken beeinflussen, welche wiederum die gleich gewichtigen Vermögenspreise bestimmen.

Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Volkswirtschaft, in der ein sicherer Banken-
sektor trotz volatiler Vermögenspreise die effiziente Liquiditätsversorgung bereitstellen könnte, sich auch in einem Gleichgewicht befinden kann, in dem Banken nicht die optimale Liquiditätsversorgung anbieten.

Darüber hinaus können in einem solchen ineffizienten Gleichgewicht niedrige Vermögenspreise zum Ausfall einer signifikanten Anzahl von Banken führen.

Der Vergleich multipler Gleichgewichte verdeutlicht, dass Marktliquidität und die Reservehaltung von Banken Substitute darstellen.”

Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/EN/Downloads/Publications/Discussion_Paper_1/2018/2018_09_26_dkp_39.pdf?__blob=publicationFile

“Enge finanzielle Verflechtungen zwischen Staaten und Banken zu einer Gefahr für die Finanzstabilität werden können – hier keine Fehlanreize setzen – übermäßige Risiken einzugehen” (Claudia Buch, 2014)

Unbedingt gucken: Phoenix “persönlich” – müssen die Banken bald schon wieder gerettet werden? Ciao Finanzkrise Hallo Finanzkrise?

Michael Krons im Gespräch mit Rainer Voss – ein Banker warnt vor den
großen Banken und ihren Menschen.

“Hinter jedem System stehen Menschen.”

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/michael-krons-im-gespraech-mit-rainer-voss-a-330362.html

Fazit:

Geldsystem ist:

1. nicht stabiler als vor 2008

2. zu kompliziert (nicht mal die Banker blicken mehr durch was Sie da
eigentlich als Nebenwirkungen alles verursachen) – muss wieder
vereinfacht werden.

greedy-investors are pushing for returns: will ThyssenKrupp be shattered soon?

Daimler too?

“In seinen Augen gebe es im Vorstand und Aufsichtsrat von Daimler „eine Kultur des Besitzstandswahrens“.” (Flossbach)

Nüja das ist ja scheinbar auch der Grund warum der Fonds-Manager die Aufspaltung will – er will das Geld seiner Anleger wahren und mehren – also auch Besitzstandswahrung.

Also geht es im Kapitalismus immer nur darum: Möglichst aggressiv am Kuchen zu zerren, damit man selbst möglichst viele Stückchen abbekommt – Nachhaltigkeit – Gerechtigkeit – Zukunftsfähigkeit – Klimawandel – alles egal. ‘”Nach uns die Sintflut” ist das Motto einer jeden Kapitalisten-Nation’ (Marx).

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/flossbach-von-storch-daimler-grossaktionaer-fordert-ein-aufbrechen-des-konzerns/23120002.html

Short-term profit Maximisation at the expense of employees:

greedy-investors demand “to bring some phantasy into the stock price”

Heuschrecken drängen auf Rendite: Wird ThyssenKrupp bald zerschlagen?

Kurzfristige RenditeMaximierung auf Kosten der Angestellten:

Anleger fordern “Phantasie in den Aktienkurs bringen”

“Singer Elliot and Cevian Capital force management to maximize profits regardless social and envinronmental costs”

It works like this: Cut costs: fire 50% of all workers and make those that stay work double – also do whatever makes the balance sheed look pretty – then sell again to the next investor – that does the same. This happened with WMF – a traditional family run business.

I am not sorry for ThyssenKrupp but selling out democracy and family-business to greedy ignorant and egocentric capitalists is the evil side of capitalism and leads us into dark ages of lesser fun to survive on this planet.

Wird Herr Kerkhoff auch bald vor den Investoren in die Knie gehen damit “endlich” wie es die Heuschrecken-Investoren fordern – ein neuer Manager 50% aller Mitarbeiter vor die Türe setzt, damit der Aktienkurs steigt und die Firma bald mit 300% Gewinn an den nächsten Heuschrecken-Investor verkauft werden kann? (so geschehen mit WMF)

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wird-ThyssenKrupp-bald-zerschlagen-article20533958.html

“New York’s major investor Paul Singer has bought into the German steel group.”

A “investor”/speculator with the reputation of evil. His way of business: blackmail.

“Der New Yorker Großinvestor Paul Singer hat sich in den deutschen Stahlkonzern eingekauft.”

https://www.zeit.de/2018/25/paul-singer-thyssenkrupp-aktionaer

Feigheit vor dem Feind

https://www.zeit.de/2018/30/thyssenkrupp-ruecktritte-ulrich-lehner-heinrich-hiesinger-aktionaere

“Der Chefaufseher des Konzerns äußert sich in einem Interview erbost über das Verhalten aktivistischer Investoren. Gemeint sind Cevian Capital und Elliott.

“Lehner wirft vor allem aktivistischen Investoren vor, unlautere Mittel verwendet zu haben. Unwahrheiten seien in der Öffentlichkeit platziert worden, unberechtigte Rücktrittsforderungen geäußert und Nachbarn und Familienmitglieder belästigt.”

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/nach-hiesinger-ruecktritt-thyssen-krupp-chefaufseher-lehner-wirft-investoren-psychoterror-vor/22789910.html

An activist shareholder is a shareholder that uses an equity stake in a corporation to put pressure on its management.[1]

The goals of activist shareholders range from financial (increase of shareholder value through changes in corporate policy, financing structure, cost cutting, etc.) to non-financial (disinvestment from particular countries, adoption of environmentally friendly policies, etc.).[2]

A fairly small stake (less than 10% of outstanding shares) may be enough to launch a successful campaign. In comparison, a full takeover bid is a much more costly and difficult undertaking. (src)

“The group is not only looking for a new strategy – It is also a conflict of German industrial Tradition with financial capitalism.”

“Der Konzern ringt nicht nur um eine tragfähige Strategie – Es ist auch eine Auseinandersetzung deutscher Industrietradition mit dem Finanzkapitalismus.

https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-thyssen-krupp-kaempft-gegen-globalen-finanzkapitalismus/22772866.html

“Reimar Lüst. „Wir werden den Heuschrecken nicht das Feld überlassen, sonst verraten wir den Auftrag der Stiftung”, wird dieser zitiert. Wenn man könnte, würden wir man Hiesinger sofort zurückholen. Man habe immer hinter ihm gestanden.”

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/psychoterror-im-hause-thyssen-krupp-15686240.html

“Der Thyssenkrupp-Aktionär Elliott hat dementiert, jemals auf eine Zerschlagung des Konzerns gedrungen zu haben. In einem Brief an den Aufsichtsrat verwahrte sich der Hedgefonds des Investors Paul Singer zudem gegen den Vorwurf des zurückgetretenen Aufsichtsratschefs Ulrich Lehner, “Psychoterror” betrieben zu haben, und warf ihm seinerseits Diffamierung vor.”

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Elliott-Zerschlagung-nie-gefordert-article20537173.html

Is kla.

 

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Interims-Chef-will-Zerschlagung-von-ThyssenKrupp-verhindern-article20536692.html