People

Harald Lesch (Professor for Philosophy and Physics)

“with fossil fuels we import the past into today – like jurassic park”

“we also import the future into today – everything has to pay off immediately – short term investments.

“the money that is printed by ECB does not get into the pockets of education and climate change”

“the rich get richer and they are (unfortunately) parking it in foundations instead of using it for good”

“shareholder value is destroying the planet”

“we have to change the monetary system or some will drown in their money and the rest will drown in the oceans”

… vermutlich dauert es nicht lange bis die CIA ihm was in den Tee rührt. Leider.

Viele Amis sagen ja das gleiche: Früher war der Kapitalismus ein ganz anderer – er hat “investiert” – langfristig – nicht “spekuliert”.

Lieb und verantwortungsbewusst war der Kapitalismus – hat sich um seine Schäfchen gekümmert hat.

Plötzlich ist der Kapitalismus egoistisch geworden und bedroht mit immer kriminelleren Mitteln das Überleben der Spezies.

Wie lange dauert es bis sich TROTZ EEG Subventionen eine Solar-Anlage in Deutschland amortisiert hat? C.a. 15 Jahre. Das dauert Frankfurt und New York einfach zu lange.

Wenn es sich halt mehr lohnt Wälder abzuholzen als aufzuforsten … dann ist das Geld System krank und reißt alles mit sich.

Jedes Menschen-gemachte System, in dem wenn es nicht um das langfristige Überleben, um den Erhalt der Spezies geht… ist falsch, schlecht und gehört verboten.

Prost Mahlzeit!

US Forscher: Wir finden keine Aliens in Weltall – im schlimmsten Fall weil sich alle High-Tech Zivilisationen selbst zerstört haben.

“Hinter jedem System stehen Menschen.”

… und ALLE sind vom (privatisierten) Geldsystem abhängig.

“Behind every System are people.”

… and EVERYONE is dependant on the (largely privatized) monetary system.

scroll down to the orange text for an English translation. 🙂

Michael Krons im Gespräch mit Rainer Voss.

Da ich Software-Projekte entwickelt habe kann ich aus dieser Perspektive etwas zu dem sagen was Banker Voss sagt:

  1. “Hinter jedem System stehen Menschen”
    1. Es ist kein “anonymes” Finanzsystem – sondern es gibt konkrete Akteure mit Namen und Wohnort.
    2. kein Mensch ist perfekt – also wird kein System perfekt sein – es muss also eine ständige Weiterentwicklung stattfinden… aber WIE? (s.h. Punkt 2.)
  2. “Die Politiker machen nix” stimmt nicht. “Das sind ja schlaue Leute” “Die Komplexität und Vernetzung des Systems ist so Groß – dass wenn Sie (an einer Stelle) etwas gesetzgeberisch machen – wissen Sie nicht wie es sich (an einer anderen Stelle) auswirkt” Ein so genanntes: “Tail-Risk”
    1. d.h. das System ist sehr komplex / evtl. zu komplex (Lehmann waren 7000 Gesellschaften in 40 Ländern) – Vereinfachung wäre DRINGEND nötig (wenn man etwas vereinfachen kann – vereinfachen – es lohnt sich langfristig) um die Wahrscheinlichkeit der Beherrschbarkeit des ganzen Systems zu verbessern.
    2. In der Software-Entwicklung ist das Problem ähnlich:
      1. Apl. Prof. Dr. Niko Peach: “Geld ist wie Software”
      2. mit jedem neuen “Use-Case” wird das Programm/das System komplexer und man hat das gleiche Problem: Kleine Änderung an einer Stelle wirkt sich evtl. fatal auf andere Teile des Programmes aus. (manche Use-Cases/Funktionen des Programms funktionieren nicht mehr(richtig))
      3. Mittel der Wahl: Test-Dokumentation, Test-Fälle definieren, bei jeder Änderung alle Tests (möglichst automatisiert) nochmal machen. In der Software Entwicklung nennt man das: Test-Driven Development.
  3. Banken sind nicht kleiner geworden. Der nächste Crash wird noch schlimmer – dagegen sieht ein Stromausfall wie ein Kindergarten aus – Bürgerkriegsähnliche Zustände.
  4. “Ihr lasst alle Leute hängen – aber wenn es um die Banken geht – dann ist plötzlich Geld da”
    1. Gerechtigkeitsdenken der Bürger extrem verletzt – fördert den Rechtspopulismus (er ist nicht der einzige der das so sieht, angeblich laut IFO Institut nach jeder Finanzkrise profitieren vor allem die Rechts-Populisten)

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/michael-krons-im-gespraech-mit-rainer-voss-a-330362.html

English:

Michael Krons in conversation with Rainer Voss.

Since I have developed Software projects, I can say from this perspective, something to what bankers Voss says:

  1. “Behind every System are people”
    1. It is more of a “cult” or a “sekt” or a “tribe” – they will let you test-work 3 days and nights straight to check if you are 100% obediant.
    2. It feels great to be part of the financial elite – you not only get rewarded with money – but you also have the feeling you are a clever guy and doing something “right”. If you fly first class to Los Angeles and sit next to famous people – you really start to believe you are the “chosen one”.
    3. It is not an “anonymous” financial system – there are concrete actors with names and places of address.
    4. nobody is perfect, so no man-made system is perfect, so there must be a continuous development… but HOW? (see point 2. 3. and 4.)
  2. “Politicians do nothing” – not true. “They are smart people” “The complexity and interconnected-ness of the system is so massive that if you change a little thing here by legislation – you don’t know how if turns out bad in other parts of the “financial programm”.
    1. ” Bankers call it: “Tail-Risk
  3. this means that the financial system is possibly too complex (the bank Lehmann Brothers consisted of 7000 companies in 40 countries) – simplification would be urgently needed (if you can simplify – simplify! – it pays off in the long run) to improve controllability of the whole system. (this is EXACTLY what software developers SHOULD do and also not always do, because they “think” they are god and can handle infinite complex source code… WRONG! nobody is god – nobody is perfect.)
  4. In Software development, the Problem is similar:
    1. Apl. Prof. Dr. Niko Peach: “money is like Software”
    2. with each new “Use-Case” the program/system becomes more complex and you have the same Problem: small change at one point may have a fatal effect on other parts of the program. (some Use-Cases / functions of the program no longer work(correctly))
    3. Means of choice: Test documentation, define test cases, after every change you make – re-run all tests-cases (if possible automated).
    4. In Software development, this is called: Test-Driven Development.
  5. Banks have not become smaller. The next crash will be worse than 2008 and a power outage will look like Kindergarten compared to the failure of a major bank like the Bank of America – it could mean civil war-like unrest.
  6. People are angry: “Politicians keep telling people there is no money for schools and hospitals – but when it comes to rescue banks – suddenly money is there”.
    1. This is extreme unjust: Add migration and people will vote for Hitler style right-wing populism.
    2. according to IFO institute after a financial crisis – people started to vote for extreme-left and extreme-right, but the major profiteers of financial crisis are the extreme-right parties.

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/michael-krons-im-gespraech-mit-rainer-voss-a-330362.html

thanks for your attention and scrolling 🙂

Tweets:

Neues Diskussionspapier Deutsche Bundesbank 2018.09.26:

“Nicht-technische Zusammenfassung:

Fragestellung: Finanzkrisen gehen häufig aus dem Finanzsystem selbst hervor und weisen in vielen Fallen Zuge von sich selbst erfüllenden Erwartungen auf.

Wie beeinflusst die Wahrscheinlichkeit von Schocks, die aus dem Finanzsystem kommen, die Vermögenspreise und die Struktur des Bankensektors?

Welche Effizienzeigenschaften weisen Volkswirtschaften auf, wenn ihr Finanzsystem anfällig für solche Schocks ist?

Beitrag:

Wir untersuchen Wettbewerbsökonomien, in denen Banken ihren Kunden Einlagenverträge zur Versicherung ihrer Liquiditätsrisiken anbieten.

Wegen eines möglichen Koordinationsversagens, das durch ein “Sunspot”-Ereignis ausgelost wird, sind die Banken anfällig für Bank-Runs.

Im Vergleich zum Bankenmodell von Diamond und Dybvig (1983) können Banken in unserem Beitrag ihre Anlagen auf einem sekundären Interbankenmarkt handeln.

Die Einführung dieses Marktes verändert sowohl die Art der Gleichgewichte als auch deren Effizienzeigenschaften.

Ergebnisse:
Außer wenn ein “Sunspot”-Ereignis sehr wahrscheinlich ist, existieren Gleichgewichte, in denen kein Bank Run auftritt und die optimale Allokation erreicht wird.

Zudem stellen die Vermögensmärkte eine neue Ursache für multiple Gleichgewichte dar.

Diese Multiplizität entsteht dadurch, dass Erwartungen über die Vermögenspreise die Portfolioentscheidungen von Banken beeinflussen, welche wiederum die gleich gewichtigen Vermögenspreise bestimmen.

Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Volkswirtschaft, in der ein sicherer Banken-
sektor trotz volatiler Vermögenspreise die effiziente Liquiditätsversorgung bereitstellen könnte, sich auch in einem Gleichgewicht befinden kann, in dem Banken nicht die optimale Liquiditätsversorgung anbieten.

Darüber hinaus können in einem solchen ineffizienten Gleichgewicht niedrige Vermögenspreise zum Ausfall einer signifikanten Anzahl von Banken führen.

Der Vergleich multipler Gleichgewichte verdeutlicht, dass Marktliquidität und die Reservehaltung von Banken Substitute darstellen.”

Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/EN/Downloads/Publications/Discussion_Paper_1/2018/2018_09_26_dkp_39.pdf?__blob=publicationFile

“Enge finanzielle Verflechtungen zwischen Staaten und Banken zu einer Gefahr für die Finanzstabilität werden können – hier keine Fehlanreize setzen – übermäßige Risiken einzugehen” (Claudia Buch, 2014)

Unbedingt gucken: Phoenix “persönlich” – müssen die Banken bald schon wieder gerettet werden? Ciao Finanzkrise Hallo Finanzkrise?

Michael Krons im Gespräch mit Rainer Voss – ein Banker warnt vor den
großen Banken und ihren Menschen.

“Hinter jedem System stehen Menschen.”

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/michael-krons-im-gespraech-mit-rainer-voss-a-330362.html

Fazit:

Geldsystem ist:

1. nicht stabiler als vor 2008

2. zu kompliziert (nicht mal die Banker blicken mehr durch was Sie da
eigentlich als Nebenwirkungen alles verursachen) – muss wieder
vereinfacht werden.

“Geld kommt aus dem Nichts und ist Nichts”

“Geld allein schafft noch kein Wachstum – steigende Löhne produziert Wachstum” (technisch, weil Betrieb möchte effizienter werden / Mitarbeiter sparen / mehr Arbeitslosigkeit?, mehr Lohn = mehr Kaufkraft = mehr Binnen-Nachfrage)

Not macht erfinderisch: Es konnte sich nicht jeder ein Buch leisten bevor der Buchdruck erfunden wurde.

Finanzkrise: Verstaatlichen und Abwickeln

“die private Zentralbank FED ist ein Monster welches man in Ketten legen muss” (“the FED is a monster that needs to be chained”)

  1. verfassungswidrig (“unconstitutional”)
  2. zuviel Macht über die Amerikanische Wirtschaft in den Händen einer Hand voll privater Bankies – die ihre privaten Interessen verfolgen und nicht die des Landes (“too much power over the American economy to this group of private bankers – who have their own private interest – rather than the interest of the country as a whole”)

(7th President of USA Andrew Jacksonn 1829 to 1837, Youtube Documentary)

“Bei der nächsten Finanzkrise/Bankenkrise muss klar sein: Commerzbank / Deutschebank verstaatlichen und abwickeln – das wäre normaler Kapitalismus gewesen – nicht wie beim letzten mal – als der Staat 16 Mrd. € in die Commerzbank gepumpt hat die zu diesem Zeitpunkt nur noch 6 Mrd. € wert war – man hat effektiv die Aktionäre gerettet”

“Die EZB hat 2 Billionen € an die Banken verliehen die in der Realwirtschaft nich an kommen – warum kriegt nicht einfach jede Familie 10.000€?”

Quasi ein EZB finanziertes Grundeinkommen – ja – warum nicht?

Von mir aus auch wie Herr Peukert sagt – nur 5000€ pro Jahr an Familien als BGE und 5000€ in Förderwürdige Projekte (Investition in Unabhängigkeit vom Geld und endlichen Ressourcen).

“Es wird zu wenig Investiert”

“Technologie wird eingesetzt – nicht wenn man sie hat – sondern wenn sie sich lohnt” (sonst hätten wir JETZT schon autonom fliegende Wasserstoff-Taxi-Leihwagen (die mit erneuerbarem Wasserstoff fliegen) und es müsste niemand mehr durch einstürzende Brücken privatisierter Autobahnbetreiber (Autostrade per l’Italia/Atlantia/88% Benetton-Familie) sterben oder durch Bombardierung Öl- und Erdgas-reicher Länder:

Autostrade per l’Italia/Atlantia/88% Benetton-Famili

“Man müsste zur Bankenlandschaft von 1945-1980 zurück kehren – ein Konstrukt wie die Deutsche Bank braucht kein Mensch”

“Die Deutsche Bank ist eine einzige Zockerbude – die dann auch noch pleite geht – Derivate und Optionen verbieten”

Die Lage ist perverser als von beiden vermutet: Frau Herrmann hat schon recht – wenn z.B. die Löhne für LKW Fahrer steigen – hat die Spedition mehr Interesse an autonom fahrenden LKWs – einfach aus Profit Maximierungs Gründen – was das dann gesellschaftlich bedeutet: Massenarbeitslosigkeit – weil Taxifahrer und Postbote könnte man auch noch weg-automatisieren und bei manchen Jobs wäre es wirklich nicht schade, wenn diese weg fallen (die Postboten der DHL rasen schneller und schneller, ihre Zustellgebiete werden größer und größer – die Unfallquote wird höher und höher)

Woher kommt dann die Arbeit?

Der Lohn?

Der ganze Geld-abhängige Lebensstiel von 99.9% der Weltbevölkerung – welcher von Ökonomen und Politik als “alternativlos” dargestellt wird – funktioniert nicht mehr.

D.h. man MUSS über radikale Veränderungen in der (Über)Lebensweise des modernen, westlichen Menschen nachdenken – ich denke Richtung Selbstversorger-Gemeinschaft (Wasser, Nahrung, Strom).

Wenn man dann noch internationalen Handel treiben will – von mir aus – aber die Grundlagen sollten auch ohne Geld für jeden Europäer gesichert sein.

Auf den Staat und auch auf die Privatwirtschaft kann sich niemand mehr verlassen.

So lange aber alles und jeder zu einem Geld-abhängigen Lebensstil gezwungen ist – wird der Staat Arbeitslose und Banken retten müssen, möchte er keine sozialen Unruhen und steigende Kriminalität riskieren (es findet jetzt schon mehr und mehr Motorrad-Gang-Bildung statt) – die EZB hat dann als einzig rechtmäßiger Geld-Produzent den Staat in der Hand.

Ja, Herr Prof Pfeilstricker würde Geld seinem Besitzer keine Rechte, Privilegien und Macht verleihen, wäre es funktionslos/wertlos und noch weniger als Nichts. X-D

Es sind mehrere Visionen der Zukunft denkbar: Wichtig wäre natürlich eine Enkel-taugliche Welt (Precht) herzustellen, in der die Lebensqualität ausreichend ist und das Überleben der Spezies gesichert.

  • Eine Welt in der wieder mehr manuelle Arbeit am Wohnort verrichtet wird – wo Menschen wieder vor Ort für sich selbst und ihre Angehörigen arbeiten (Selbstversorgung) – ohne tausende von Pendel-Kilometer pro Jahr in manipulierten Diesel-Fahrzeugen zurück zu legen.
    • Klingt primitiv – ist aber gesund und kann Zufriedenheit spenden, welche man in der zum (Groß)Teil extrem sinnlosen und stressigen modernen Arbeitswelt vermisst.
    • Ohne Umverteilung von Grund und Boden Europaweit wird es nicht gehen.
  • Eine Welt in der der Menschman TATSÄCHLICH MEHR über seine kostbare Lebenszeit verfügen kann und diese hoffentlich nutzt um den Planeten ein klein wenig besser zu hinterlassen, als er diesen vorgefunden hat.
    • Diese Vision ist nicht nur in StarTrek sondern auch c.a. 1970 aufgetaucht, als US-Ökonomen dachten, dass in 20-30 Jahren nur noch 2-3 Tage die Woche gearbeitet werden muss, bei gleichem Lebensstil/Lebensqualität, aufgrund der gestiegenen Effizienz/Produktivität. Ergebnis: das Gegenteil ist eingetreten.

“Hurra, wir dürfen zahlen (2010)”

“Herrmann stellt dar, inwiefern ihrer Auffassung nach die Mittelschicht in Deutschland hinsichtlich ihrer Rolle in der Gesellschaft einem politisch, durch Lobbyisten und Medien geförderten „Selbstbetrug“ unterliegt, bei dem sie sich selbst dünkelhaft als Teil der privilegierten und sozial abgeschotteten Elite im Bündnis mit der „Oberschicht“ betrachtet.

Sie sieht sich dabei zugleich als Zahlmeister für die propagandistisch als „Sozialschmarotzer“ diffamierte „Unterschicht“, in die aber ein immer größer werdender Teil der Mittelschicht abzurutschen droht.”

Ich stimme Frau Herrmann in dieser Feststellung völlig zu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Herrmann#Hurra,_wir_d%C3%BCrfen_zahlen_(2010)

Superbe Veranstaltung! Weiter so!